Sonntag, 17. August 2008

Full Moon Party




Legendaer, international bekannt, einzigartig. Die Fullmoon-Party.
Monatlich zieht sie tausende Tanz- und Feierwuetige aus der ganzen Welt an, die gemeinsam am wunderschoen feinen und weissen Sand (zumindest vorher) des Haad Rin Yai direkt im weichen Sand zu allen denkbaren Musikrichtungen in den Sonnenaufgang tanzen.



Ich hatte das Ereignis schon einmal 2 Jahre vorher mit Kathi erlebt, Rochdi wollte nun auch unbedingt davon berichten koennen.



Nachdem sich der Mond schon kurz nach seinem Aufgang eindrucksvoll ankuendigte, wurden ueberall am Strand, im Ort und auf der Insel sogenannte Buckets verkauft, in denen man sich recht guenstig Mischungen in kleinen bunten Eimerchen zusammen mixen lassen kann. Mit diesen rennen mit Sicherheit mindestens 60 % der Full Moon Partygaenger herum und lassen sie auch schnell leer werden, ist es doch auch abends noch recht warm am Strand, durchs Tanzen noch waermer.
Aussedem kann man sich ueberall mit leuchtenden Bildern bemalen lassen, die im Schwarzlicht vieler Bars und Dancefloors weithin zu sehen sind. Das schien an diesem Tag besonders beliebt zu sein, denn ueberall liefen bunt-leuchtende Typen durch die Gegend.



Rochdi und Ich sahen uns das bunte Treiben ersteinmal von der erhoeht am Hang liegenden Mellow Mountain Bar an, bevor auch wir ins Geschehen eingriffen. Da sich unser Resort sowieso direkt am Strand befand und selbst einen Teil der Party veranstaltete, war an Schlaf vor Morgengrauen nicht zu denken.



Eine riesige Besonderheit hatte dieser 16. August zusaetzlich: es fand waehrend des leuchtenden Vollmondes und der noch mehr leuchtenden Full Moon Party eine totale Mondfinsternis statt. Das war wirklich so richtig abgefahren. Aufeinmal war der Mond zu einer winzigen Sichel geschrumpft um danach wieder in seinem strahlenden Weiss zu erleuten. Richtig Oberhammer! Leider hab ich davon kein Bild.



Voller Euphorie war es mein Ziel bis Sonnenaufgang wach zu bleiben, um barfuss in den Sonnenaufgang hineinzutanzen. Jeden, den wir trafen, ueberzeugte ich von diesem Vorhaben, von dem ich ja so vollends ueberzeugt war. Und als es endlich so weit war, der Himmel faerbte sich schon ansatzweise hellblau passierte es: Der franzoesische Soldat, mit dem wir die ganze Zeit lustig getanzt hatten, holte mit seinem kraeftigen Ellenbogen weit aus und schlug mir diesen aus Versehen mit voller Kraft mitten ins Gesicht - mitten auf meine Nase. Nach dumpfem Schmerz und nur wenigen Sekunden fing meine Nase an richtig lustig Blut zu spritzen, meine Haende waren voll und alle guckten mich schockiert an. Ich eilte mit Rochdi in eine Seitengasse, um die Blutung zu stoppen, doch da war leider nicht viel zu machen. Das sass ich also nun als die Sonne langsam und wunderschoen ueber dem Meer aufging in einer grauen Seitengasse mit blutverschmierten Gesicht und Haenden... OHNE Blick auf diesen Sonnenaufgang. Ausgerechnet mal wieder ich. Ausgerechnet zu dieser Zeit. Ahhhh.


Nachdem Rochdi mich ueberzeugt hatte, dass meine Nase nicht gebrochen war, gingen wir zwar noch mal zurueck zum Strand, aber die Sonnenaufgangsstimmung war schon laengst verpflogen. Es wurde zwar noch heftig gefeiert, doch genauso viele Leute, wie feierten, lagen auch voellig fertig im Sand und schliefen. Diese Anblicke musste ich so zum Abschluss einfach noch einmal festhalten.

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