Auf dem Hinweg kamen wir direkt an Mengwi vorbei, eine kleine Stadt mit einem sehr grossen Tempel. Der Pura Taman Ayun war einst der Haupttempel des Mengwi-Königreichs
aus dem Jahr 1634 und ist in einen riesigen Park gebaut. Umgeben ist der innere Hof von einer hohen Mauer und einem hübschen Wassergraben, in dem Lotusse wachsen. Es gibt viele von den mehrdächigen (ist das ein Wort?) Schreinen (Merus) und viel Natur rundrum. Richtig idyllisch.
Weiter gings dann zum Sacred Monkey Forest Sanctuary in Ubud, einem, wie der Name schon sagt, heiligen Wald (da mit 3 Tempeln), in dem fast 200 graue, flinke
Makakenaffen leben. Diese sind hier natürlich die Hauptattraktion, obwohl auch die Tempel wirklich außergewöhnlich sind und der Wald eigentlich eher so ein richtig wilder Dschungel, wenn man mal vom Hauptpfad Abstand
nimmt. Die Tempel sind mit vielen oft eigenartigen Steinfiguren geschmückt, was dem ganzen zusammen mit der wilden Natur so ein richtiges Indian-Jones-Gefühl gibt. Deswegen laufen hier auch unzählige Touristen und Busgruppen durch und ab und an hört man diese dann mal laut aufschreien, weil ein Affe ihnen irgendein Essen, Bananen, Ohrringe oder Sonnenbrille klauen will. Da wir darüber vorher Bescheid wussten, ist uns das natürlich nicht passiert. Aber die Affen sind auch wirklich zuuuuu niedlich, vor allem weil die meisten grade Junge dabei hatten, die noch richtig winzig und unbeholfen waren. Sowas kommt natürlich gut an!
Um auch die kulturelle Seite der Stadt nicht zu vernachlässigen gingen wir danach ins ARMA (Agung Rai Museum of Art), welches in Bali das einzige Museum ist, in dem man Werke des deutschen Malers Walter Spiess sehen kann, der in den 1930er Jahren hier gelebt hatte und den balinesischen Kunststil maßgeblich mitentwickelte. Aufgrund unserer guten kulturellen Vorbereitung in der Hochschule Bremen
(räusper), waren wir natürlich über die Kunstgeschichte der Insel vollends aufgeklärt und wollten diese natürlich nun auch sehen. Wie schön, dass das Museum auch gleich noch in traditionellen Häusern in einer kunstvollen, süßen Gartenanlage untergebracht ist, und das im Ticketpreis von 1,90 Euro auch noch ein Tee oder Kaffee im Museumscafé enthalten ist.
Anschließend wendeten wir uns den schönen Seiten des Lebens zu, für die Ubud ebenfalls bekannt ist: Shoppen und Essen. Durch die vielen Galerien und das Kunsthandwerk, was sich in der Stadt angesiedelt hat, gibt es natürlich vor allem, oft sehr kommerzielle, Kunst zu kaufen. Gemälde, Fotos, abstrakte Kunst, Schnitzereien,
Steinfiguren, Stoffe, Handtaschen, selbstgemacht Papierwaren und sonstiges Frauengedöns. Welch Paradies. Und das alles zu sehr erschwinglichen Preisen, zumindest die Massenware, die uns armen Studenten ja ersteinmal ausreicht. Und so kaufte ich mir z.B. ein Kleid, ein paar bestickte Flipflops, ein abstraktes Bild, eine große Strandhandtasche, 2 Sarongs und einen Faecher fuer knapp 15 Euro. Hach ja. Und auch das Essen lag ganz weit
vorn. Wir aßen im Nomads Restaurant, welches ausschließlich organische Produkte aus eigenem Anbau verwendet. Ich hatte gegrilltes Thunfischsteak auf Kartoffelmuspuffer mit Gemüse (siehe Foto) für ca. 4,50 Euro. Zum Nachtisch teilten wir uns leckeren schwarzen Reispudding mit Vanilleeis und süßer Milch (siehe Foto) für 1,60 Euro. Ja ja, so ist das balinesische Studentenleben...*** Before studying for the midterms, we did a day of sightseeing (Pura Taman Ayun, Monkey Forest and ARMA Museum), shopping and dining in Ubud, the art center of Bali ***

1 Kommentar:
Na, aber 4,50 €... 50.000 Rupiah... Das ist schon ne ganze Menge Geld für was zu Essen, meine Liebe!
Wir hatten, wenn wir denn mal ausnahmsweise so teuer essen gegangen sind, immer echt ein schlechtes Gewissen danach. Und haben es eigentlich nie gamacht...
Sind in Ubud damals im Dragonfly essen gegangen, für 40.000 Rupiah, und das war schon echt... naja, AUSNAHMSWEISE kann man das ja mal machen, ne?
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