Donnerstag, 13. November 2008

Hati-hati upacara!


"Vorsicht - Zeremonie". Jeder der schon mal auf Bali war, kennt diesen Spruch von unzaehligen Strassensperren. Denn die Balinesen haben staendig irgendwas religioes zu feiern und sind bei irgendwelchen religioesen Zeremonien anzutreffen, die vom Ausmass her meist so gross sind, dass ganze Strassenzuege dafuer gesperrt werden muessen.
Oder wie Nyoman aus dem 5. Semester sehr treffend bemerkte: "Bali - BAnyak LIburan" (viele Ferien)
Diesmal wurden keine Strassen gesperrt, aber unser gesamter Kampus lahm gelegt... schliesslich war ja, ganz wichtig, der 5. Vollmond. Das wird halt nur alle 5 Monate gefeiert. Also fielen alle Vorlesungen aus, und die hinduistischen Dozenten und Studenten trafen sich zur Upacara. Da durften wir selbstverstaendlich nicht fehlen! In traditioneller Kleidung versteht sich. Um die Wichtigkeit dieser Zeremonie noch zu betonen: Wir wurden schon eine Woche vorher per SMS und persoenlich von unserem Studiengangsleiter Pak Anom zu diesem Feste eingeladen.

Ehe ich mich versah, sass ich auch gleich in den Reihen des Gamelan-Orchesters und mein Marketing-Dozent Pak Sudiarta brachte mir irgendwelche balinesischen Rythmen bei... ahhhhhh. Gott sei Dank erloeste mich Sandra nach einigen Minuten und wir gingen erstmal ueber den Kampus und machten Fotos. Puh. Extra fuer die Zeremonie war eine Buehne aufgebaut worden, auf welcher nun von einem Puppenspieler traditionelle Wayang-Puppen zum Leben erweckt wurden, all das begleitet von einem kleinen Orchester um die Dramatik der Darbietung entsprechend zu erhoehen. Der Puppenspieler aenderte die Geschichte irgendwie auf die Tourismusfakultaet passend ab, so dass die Story oefters grosses Gekicher hervorrief. Jaja, die Balinesen.


Danach liessen wir uns von unseren Freunden Agus und Made mal ein bisschen was ueber den ganzen Feiertag erklaeren, bevor nach einer Ansprache unseres Studiengangsleiter Pak Anom ein langes, vom Priester geleitetes, Gebet anfing. Nach einer Einladung von Pak Sudiarta liess ich mich dann auch mal gleich mitsegnen. Kann ja nicht schaden sowas. Der Hinduismus ist uebrigens entgegen vieler Vorstellungen eine monoteistische Religion. Irgendwie ueberraschend, ist aber so!
(hier die coolen Jungs :-))


Nach Gebet und Segnung war die ganze Zeremonie dann auch nach ca. 2 1/2 Stunden vorbei und alle machten sich ueber die zahlreichen Opfergaben her. Vor allem die Orangen und Aepfel waren beliebt. Wir sassen dann noch ein wenig zusammen, bis Made und Agus uns einluden in einen weiteren Tempel in Denpasar zu fahren, um auch dort nochmal zu beten.

Ja klar, wir sind ja immer dabei. In der Tempelanlage zeigten sie uns dann die genauen Gebetsschritte (zuerst mit leeren Haenden, dann mit weisser Blume, roter Blume...) und die Priester segneten uns nocheinmal. Als Zeichen dafuer bekommt man dann trockenen Reis auf die Stirn und den Hals geklebt und laeuft damit so lange rum, bis alles abfaellt. In so eine Tempelanlage duerfen Touristen meist gar nicht rein, nur in Begleitung von Glaeubigen halt, deswegen war es echt mal schoen zu sehen und eine gute Gelegenheit mehr ueber diesen weltweit in dieser Form einmaligen Glauben zu erfahren.
Als wir grade gehen wollten, kam auch einer der Priester auf uns zu und erklaerte uns in leicht unverstandlichem Indonesisch erstmal die verschiedenen Bedeutungen der Farben und der Opfergabenstaetten, so gibt es welche fuer hoehere Goetter und fuer niedere Goetter (Monoteismus, nech!) und irgendwie hat eben alles im Tempel eine Bedeutung. Uns so freute sich der Priester, dass wir uns fuer seine Religion und seinen Tempel interessierten und meinte dann zum Schluss: ah ja, Christen, ja, das ist auch gut.


*** Instead of having class on this day, there was a Hindu ceremony at our campus, that we were invited to join. After the ceremony, we went to another temple for "praying" and learnd a lot about this unique form of Hinduism ***

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