Mittwoch, 18. März 2009

Ausflug in die Altstadt und zum Hafen


Jakarta wird ja immer nachgesagt touristisch total uninteressant zu sein, weil es so gar keine Sehenswuerdigkeiten gaebe.... das stimmt aber gar nicht. Natuerlich fehlt ein Eifelturm, ein Koenigspalast oder markante Gebaeude wie die Petronas Towers, aber dafuer gibt es viele kleine niedliche Sehenswuerdigkeiten, die wir hoffentlich in den naechsten Wochen und Monaten entdecken werden. Angefangen haben wir samt einigen anderen deutschen Praktikanten schon mal mit der Altstadt Kota und dem alten Hafen Sunda Kelapa, auf denen es wahrscheilich auch schon vor 50 oder 100 Jahren aehnlich zuging wie heute... zumindest scheinen die meisten Schiffe aus diesem Zeitraum zu stammen....

Zuerst fuhren wir mit unserem geliebten Busway zur Endstation Kota, von wo aus man zu Fuss durch Strassen laeuft, die links und rechts von alten, teils verfallenen Kolonialbauten gesaeumt sind bis zum Fatahillah Square. An diesem befinden sich das "Gouverneurskantoor", das ehemalige Rathaus der Stadt Batavia (wie die Niederlaender diesen Ort nannten) aus dem Jahre 1627, in welchem heute das Jakarta History Museum untergebracht ist, sowie das Puppet Museum und das Fine Arts Museum, welches sich im ehemaligen Palace of Justice aus dem Jahre 1870 befindet. Leider ist die letzte Renovierung des Platzes und der Gegend schon 40 Jahre her, was man der Gegend unter tropischen Witterungsverhaeltnissen leider ansieht. Trotzdem scheint der Platz heute beliebter denn je, denn er war gefuellt von Wochendausflueglern, Getraenkestaenden und kleinen Showgruppen. Westliche Touristen sahen wir jedoch sehr wenige, weshalb wir auch wieder -wie so oft hier- ein beliebtes Fotomotiv waren.(Matze - Deutscher Tourist als Fotomotiv)



Danach fuhren wir mit oeffentlichem Bus weiter zum Hafengelaende. Soweit man gucken kann, sieht man die traditionellen Makassar Schooner, oft schon recht mitgenommen, und kann beobachten wie diese be- und entladen werden. Aber nicht so wie am Hafen in Hamburg oder Rotterdam, nein, hier wird Hand angelegt, es wird getragen und beladen, alles mit menschlicher Muskelkraft. Saecke, Rohre, Balken, alles moegliche wird hier durch die Gegend geschleppt und umgeladen. Gegenueber der Schiffe liegt jede Menge Muell, es stehen hunderte alte Faesser herum und irgendwie stinkt es auch. Viele Leute scheinen auch einfach nur Pause zu machen oder treffen Freunde auf dem Gelaende. Immer wieder wird uns von recht alten Maennern angeboten mit kleinen, klapprigen Holzbooten die zwischen den maechtig wirkenden Schoonern lehnen eine Hafenrundfahrt mit Fischmarktbesichtigung zu unternehmen. Doch leider trauen wir weder den Booten noch den "Guides" besonders viel zu und verzichten dankend.













Einen Abschluss fand unsere Ausflug im Cafe Batavia, einer Institution mit langjaehriger Geschichte direkt am Fatahillah Square. Man fuehlt sich total um einige hundert Jahre zurueckversetzt und kann sich bildhaft vorstellen, wie hier einst die Niederlaender sassen, ihren Kaffee genossen und an Europa dachten. Dies taten wir nun auch mit unsere Gruppe deutscher Praktikanten. Die Waende sind komplett mit Fotos, Bildern, alten Werbeanzeigen und soweiter behangen, so dass man staendig etwas neues und interessantes entdecken kann. Noch dazu ist das Essen spitzenklasse und es gibt auch guenstigere Gerichte. Wie entspannt ist es doch hier!
Ich wuerde sagen, das sind doch schon mal n paar Sehenswuerdigkeiten, oder? Weitere folgen bald....

*** People say that there are no sights in Jakarta, but that's not true. Of course an Eiffel Tower or Statue of Liberty are missing, but i hope to explore some sights in Jakarta in the next months ... we already started with the old town of the city and the nearby harbour ***

Keine Kommentare: