

Endlich mal ostwaerts von Bali aus, diese Tour wollten Nancy und Ich schon das ganze Jahr unternehmen, doch Daten, Zusagen und genaue Planung erwiesen sich als schwierig. Also buchten wir eher spontan und mit vielen Hindernissen eine Tour ab Bali, fast alle Fluege waren ausgebucht...


Aber dann ging es doch los ... mit dem Flugzeug bewaffnet mit den obligatorischen Anti-Swine-Flu-Masks in weniger als einer Stunde nach Bima auf Sumbawa, von wo aus wir abgeholt wurden und durch ueberraschend rauh- schoene Landschaft ca. 2 Stunden zum Hafen von Sape fuhren, der sich an der Ostkueste

der Insel befindet. Hier begann dann unser Abenteuer... angefangen mit ca. 7 Stunden Segeln auf einem leicht abenteuerlichem Boot. Segeln durch absolute Strand-Insel-Traumlandschaften... all diese verschiedenen Inseln, mit Huegeln, mit Bergen, mit schneeweissen Straenden, manchmal ganz vertrocknet gelb-braun, manchmal leuchtend gruen. Manche Inseln schienen riesig, manche absolut wintzig, die meisten unbewohnt.



Das Wasser absolut ruhig, die Sonne schien eher sanft und auch tauchte diese fantastische Inselwelt in ein traumhaftes Licht... ein paar Fischerboote kamen uns auf dem Weg entgegen, sonst niemand. Nur wir, unser Boot, unendliches Meer, und diese faszinierenden Fels- und Inselformen, mal in der Ferne, mal von ganz nah zu bestaunen.



Unser eigentliches Ziel, den Nationalpark der Insel Komodo, weltbekannt durch die dort lebenden Komododrachen, erreichten wir gegen Abend. Erst am naechsten Morgen wuerden wir diese urzeitlichen Wesen zu Gesicht bekommen. Wegen der aufkommenden Hitze, begann dieser Morgen schon sehr frueh, um 6, und schon um sieben stiegen wir in unser

kleines Paddelboot, um an den Pier des Nationalparks zu schippern. Ruhige Morgenstimmung, nur wenige Touristen, geheimnisvolles Licht.... endlich da. Aus

Sicherheitsgruenden werden allen Touristengruppen Ranger zugeteilt, schliesslich ist es doch schon vorgekommen, dass von Touristen nur noch Kamera und Rucksack gefunden wurden... schliesslich sind die Drachen Fleischfresser, sogar Kanibalen, die auch ihre eigenen Jungen fressen und deswegen nicht ganz ungefaehrlich. Und da die Drachen nirgends auf der Insel gehalten werden, sondern sich wild bewegen gingen wir nun erstmal auf Faehrtensuche. Krallen- und Schwanzspuren im Sand, wo will der Drache wohl hin?


Wir wollen erstmal zum Aussichtspunkt und von dort aus wunderschoene Blicke ueber die Bucht geniessen. Wir erklimmen einen Huegel.... und da sind sie wieder: die Spuren! Wir aendern unsere Trekkingroute und folgen den Spuren zurueck... zurueck zu einem bekannten Wasserloch... werden wir nun einen Komodo sehen? Oder nicht? Und ploetzlich taucht sie auf: ein weiblicher, ca. 3 Jahre alter Drachen schleicht sich an das Wasserloch, wir sind die

einzige Touristengruppe in Sichtweite und folgen dem Tier in respektvollem Abstand... Wow. Irgendwie etwas angsteinfloessend, was ist wenn sie auf uns zur rennt??? Unser Ranger ist ja da, mit einem Stock... reicht das als Schutz? Hmm. Egal, wir folgen weiter, wollen Fotos machen... bis der Drachen irgendwann im Dickicht verschwindet. Cooooool, denken wir, sind stolz einen Drachen entdeckt und ihm so nahe gekommen zu sein und ziehen weiter.
Jetzt beachten wir auch mehr die wunderschoene Natur der Insel... Diese abwechslungsreichen Formen und Farben, einfach toll:





Am Ende des Treks, nachdem wir auch noch einige Rehe und Hirsche aus naechster Naehe begutachten durften, dann noch ein weiteres Highlight: rund um das kleine Guesthouse mit angeschlossener Kueche tummelten sich gleich 2 RIESIGE Drachen.... das war echt mal respekteinfloessend. Diese Augen,

diese Krallen und der riesige Koerper.... ganze Bueffel koennen diese Tiere toeten und verspeisen, Wild natuerlich sowieso... und das sieht man Ihnen auch an. Die Ranger sind konzentriert in Alarmbereitschaft, die Touristen probieren moeglichst eindrucksvolle Fotos zu schiessen... immer auf Abstand, hier moechte man wirklich den Tieren wirklich nicht zu Nahe kommen....



Nach dieser Begegnung ging es zurueck auf's Boot und wir fuhren weiter durch die fantastiche Inselwelt zum Pink Beach oder wie es im Original heisst: Pantai Merah. Nun fragt man sich warum denn nur der Strand diesen Namen traegt.... hmmm, warum wohl? Natuerlich ist der Strand nicht leuchtend pink, von weitem, dort wo die Boote ankern, sieht er sogar

aus wie ein ganz normaler Strand.... aber wenn man hinschwimmt oder -fahrt, faellt einem sofort die Besonderheit des Sandes auf. Der Sand setzt sich nicht wie normalerweise aus kleinen weissen, beigen und grauen Steinchen zusammen, sondern aus hellen und roten. Schnorchelt man vom Strand aus los, zieht man sofort die auffallend vielen roten Korallen, die offensichtlich ihre Farbe behalten, wenn sie absterben, und dann vom Meer und Wetter zu kleinen Steinchen zermahlen werden... jaja.

Weiter gings dann aber wieder mit Bootfahren und zwar bis nach Rinca, einer Insel, die ebenfalls zum Komodo-Nationalpark gehoert. Auf dem Weg zu den Rangern gingen wir durch eine reichlich vertrocknete, irgendwie steppenaehnliche Landschaft und fuehlten uns ein bisschen wie in Afrika. Auf Rinca solle es mehr Drachen geben als auf Komodo wurde uns erzaehlt und tatsaechlich: schon nach wenigen Metern lag ein Komododrache recht faul quer ueber den Trekkingweg... wow.



Kurz darauf erklaerte uns der Ranger, dass die Komodomuetter ihre Eier in Loechern verstecken und zur Ablenkung um die eigentliche Stelle noch weitere Locher buddeln, um die anderen, kanibalistisch veranlagten Drachen zu verwirren:

Die frisch geschluepften Komodos fluechten deswegen auch erstmal auf Baumkronen und leben dort bis sie ca. 2 Jahre alt sind. Erst dann fangen sie ihr Umfeld zu erkunden und ueber die Inseln zu wandern.
Naja, und vor allem die Natur stach mal wieder durch irre Formen hervor... so wie z.B. dieses vertrocknete Schlammloch, in dem in der Regenzeit Bueffel und Co Abkuehlung suchen.... oder diese ganzen Baumformen:







Nach unserer Trekkingtour auf Rinca traten wir den Rueckweg an und segelten bei erneut sehr ruhiger See bis in den spaeten Abend zurueck zu unserem Starthafen Sape, wo wir noch eine Nacht an Bord des Schiffes verbrachten.




Am naechsten Morgen ging es erneut frueh los, wir hatten ja noch eine ganze Strecke zu bewaeltigen.




Auf dem Weg ueber das sehr laendliche Sumbawa kamen wir auch am Dorf unseren Guide's Lee vorbei, und so hielten wir unterwegs oefters an, um z.B. den Reisspeicher seiner Familie in einer Art Reisspeicherdorf zu besichtigen, wo uns auch tolle Fotos von anderen Einwohnern des Dorfes gelangen:




Alles in allem war die gesamte Tour mitsamt der Eindruecke von Leuten, Natur und Wildlife einfach unglaublich beeindruckend, traumhaft, fantastisch, aussergewoehnlich und jedem zu empfehlen. Was fuer ein Trip, irgendwie ein richtiges Abenteuer... wurde ja auch mal wieder Zeit :-)

***Finally: we were able to realize our long-wanted, but not too easy to do adventure trip to the Komodo National Park, which is located between the Indonesian islands of Sumbawa and Flores. A lot of changes in plan let us finally take a flight to the Sumbawan town of Bima, from where we were transfered to the porttown of Sape on the east coast. After a 7-hour-sailing trip through an amazingly beautiful island world with white sand beaches along the way, we finally reached the Komodo island, where we started a trekking and wildlife/komodo-spotting tour the next morning. After short visits to the pink beach and the island of Rinca, where we even saw more Komodo dragons, we headed back to Sape and returned to Bima and Bali later that day. It was a wonderful, deeply impressing and slightly adventurous tour, that all of us would recommand to anyone! ***
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