Das besondere an diesem Fest ist, dass die Leute nicht in einer einfachen Prozession durch die Strassen ziehen, sondern dieses auf ganz unterschiedliche Weise tun. Viele fasten z.B. 40 Tage vorher, um von den späteren Schmerzen frei sein zu können.
Schmerzen, wieso denn Schmerzen? Ja, aaaalso: viele Gläubige durchstechen ihre Mundwinkel mit einem kleinen Sperr mit symbolischer Bedeutung oder hängen sich kleine Haken mit Gewichten (z.B. Limetten) in die Haut, vornehmlich an Oberschenkeln und Rücken. Andere Gläubige tragen riesige, kilo-schwere Metallgestelle, die festlich bunt geschmückt sind und auch oft mit Haken oder Nadeln in der Haut verankert.
All das wird auf der gesamten Strecke getragen und anschließend noch die steilen Stufen zu den Höhlen hinauf. Die „normalen“ Gläubigen tragen „nur“ silberne Behälter mit Milch in den Händen oder auf den (rasierten) Köpfen, die später den Göttern geopfert werden (siehe Fotos oben). Aber es gibt noch ganz andere Kaliber: einige Gläubige haben sich auf der langen Strecke mit Hilfe von Trommlern in Trance getanzt und reagieren ganz eigenartig, so ein bisschen schamanenmässig, haben weitaufgerissene Augen oder sind in sich versunken.
Sie sind umringt von verschiedenen „Unterstützern“, die ihnen den Weg weisen und ab und zu Wasser reichen. Denn man darf nicht vergessen: wir befinden uns in den Tropen und mittags waren es locker 35 Grad in der Sonne, vielleicht mehr. Dass da der Krankenwagen nur alle 10 Minuten durch die Masse drängte, grenzt an ein Wunder. Ein weiteres Wunder soll sein, dass wenn die Priester, oben in den Batu Höhlen die Haken aus der Haut der Gläubigen ziehen und sie aus ihrer Trance befreien, die Wunden nie bluten, schnell verheilen und auch keinerlei Narben hinterlassen.
So, bleibt also nur noch dir Frage, warum sich die Leute das alles antun, wofür es wohl außer dem reinen Glauben viele verschiedene Gründe gibt. Einer davon soll Dankbarkeit sein. Denn hatte z.B. ein Vater wegen seines kranken Kindes zu Gott Murugan gebetet, der den Sohn wieder gesund werden ließ, versprach der Vater im Gegenzug diese Pilgerfahrt zu unternehmen. So laeuft das naemlich hier in Asien!
Anschließend guckten wir uns gern auch das indische Essen noch mal genauer an und bestellten in einem kleinen Restaurant in der Nähe einmal Reis mit Curry und allem, natürlich rein vegetarisch. Typisch indisch! Typisch überfüllt und vielleicht auch typisch Thaipusam!
*** While we were in Kuala Lumpur, we could witness the fantastic celebration of Thaipusam, the biggest and most important Hindu festival outside of India, which includes a pilgrimage to the Batu Caves and some really strange rituals: believers pierce there mouth with sticks or hang little weights on various body parts, in order to show their obedience or thankfulness to certain gods. ***

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